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Wildunfall: Wie beuge ich vor? Was tun, wenn’s kracht?

Geschrieben von Reifen Mueller Team am in Reifen-Müller News, Sicherheit, Versicherung

WildunfallFür viele Autofahrer ist es ein Alptraum: Plötzlich läuft ein Reh aus dem Wald oder Dickicht auf die Straße – ein Ausweichen ist nicht mehr möglich, und es kommt zu einem Zusammenprall. Wildunfälle finden statistisch gesehen in Deutschland alle zwei Minuten statt und können für Tier und Mensch tödlich ausgehen. Besonders im Herbst ist der Wildwechsel ein bekanntes Problem am Stadtrand und in ländlichen Gegenden. Aber wie können Autofahrer Wildunfällen vorbeugen, und wie verhalten Sie sich richtig, wenn es doch kracht?

Vorsichtiges Fahren beugt einem Wildschaden vor

Im Frühling und im Herbst besteht naturgemäß ein erhöhtes Risiko für Wildunfälle. Die Gründe dafür liegen einerseits in den oftmals nebligen und dämmerigen Tagesanbrüchen und Abenden, andererseits haben die Tiere im Herbst Brunftzeit und wechseln daher häufig ihre Positionen. Zu dieser Zeit lohnt es sich für Autofahrer, grundsätzlich vom Gas zu gehen, wenn sie außerhalb der Innenstädte unterwegs sind. Experten der ARAG empfehlen eine Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr as 60 km/h. So fällt es Ihnen leichter, im Notfall schnell zu bremsen und das Risiko eines Wildunfalls zu minimieren. Außerdem ist es ratsam, insbesondere Waldränder gut im Auge zu behalten – vor allem in der Morgen- oder Abenddämmerung.

Erblicken Sie ein Reh, einen Fuchs oder einen Hirsch, sollten Sie sofort vorsichtig abbremsen und achtsam fahren. Taucht das Tier beim Wildwechsel bereits vor Ihnen auf der Straße auf, raten Experten dazu, abzublenden, ebenfalls vorsichtig zu bremsen und auf die Hupe zu drücken, damit das Tier die Straße im Idealfall schnell wieder verlässt. Aber auch danach sollte noch besondere Vorsicht gelten: Wild kommt selten allein, und Sie müssen immer mit Nachzüglern rechnen.

Wildunfall: Wie verhalte ich mich richtig?

Manchmal ist ein Zusammenstoß mit einem Reh, Wildschwein oder Hirsch nicht zu vermeiden. In diesem Fall sollten Sie, auch wenn es schwer fällt, nicht in Panik verfallen, sondern das Lenkrad jederzeit festhalten und weiter geradeaus lenken und dabei abbremsen. Haben Sie die Möglichkeit, auszuweichen, tun Sie dies bitte vorsichtig und mit Blick auf den restlichen Verkehr und die Umgebung. Kommt es trotz aller Vorsicht und Lenkmanöver zu einem Wildunfall, verständigen Sie sobald wie möglich die Polizei und bei Personenschäden selbstverständlich auch einen Krankenwagen. Sichern Sie die Unfallstelle und bleiben Sie am Fahrzeug. Verletztes Wild sollten Sie aus Sicherheitsgründen nicht verfolgen. Das Mitnehmen toter Tiere ist untersagt.

Wer übernimmt die Kosten für einen Wildunfall?

Grundsätzlich ist die Teilkaskoversicherung für den Ausgleich eines Wildschadens zuständig. Das gilt für alle Schäden, die durch sogenanntes Haarwild entstehen. Dazu gehören Wildschweine, Rehe, Füchse und Hasen. Allerdings übernimmt die Versicherung nur die Kosten für Schäden, die durch einen unvermeidlichen Zusammenprall und nicht etwa durch ein Ausweichen entstanden sind. Um die Schäden an Ihrem Fahrzeug zu dokumentieren, ist es ratsam, am Unfallort Fotos vom Kfz und vom Tier zu machen und die Polizei zu bitten, eine Bescheinigung für die Versicherung auszustellen.