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Reifendruck-Kontrollsystem

RDKS verhindert Gefahren durch fehlerhaften Reifendruck und hilft Kosten zu sparen

Reifendruck-Kontrollsysteme, kurz als RDKS bezeichnet, dienen der Überwachung des Reifendrucks bei Kraftfahrzeugen. Die automatische und direkt Anzeige warnt den Fahrer unmittelbar, wenn es zu einem Druckverlust kommt. So kann der Reifendruck rechtzeitig überprüft und jederzeit ein optimaler Luftdruck sichergestellt werden. Dadurch wird die Fahrsicherheit deutlich erhöht – zu niedriger Reifendruck verlängert den Bremsweg, die Reifen können sich erhitzen und die Kurvenlage kann beeinträchtigt werden.

Laut EU-Verordnung (Nr. 661/2009) müssen alle Fahrzeuge der Klassen M1/M1G, d. h. alle PKW, Geländewagen und Wohnmobile, mit Erstzulassung ab dem 1. November 2014 über ein Reifendruckkontrollsystem verfügen. Für Fahrzeughalter erhöhen sich mit dem Einsatz von Reifendruck-Kontrollsystemen zwar die Kosten beim Kauf eines neuen Reifensatzes sowie beim Reifenservice. Allerdings amortisieren sie sich durch die signifikant erhöhte Laufleistung als Folge der Reifendruckkontrolle. Die Laufleistung von Reifen kann durch die Überwachung mit RDKS fast verdoppelt werden. Gleichzeitig lässt sich mit dem jederzeit optimalen Reifendruck Kraftstoff sparen: Bei einem Unterdruck von nur 0,6 bar im Reifen beträgt der Mehrverbrauch an Kraftstoff bereits etwa 4 Prozent.

Reifendruck-KontrollsystemEin direktes oder indirektes Reifendruck-Kontrollsystem muss bereits bei der Fahrzeugherstellung integriert sein. Eine nachträgliche Ausstattung ist zwar möglich, gilt jedoch nicht als vorschriftsmäßig.

Funktionsweise eines indirekten Reifendruck-Kontrollsystems

Indirekte Systeme erfassen die Drehzahl der Räder über die ABS-Sensoren oder Sensoren für eine Traktionskontrolle. Dabei wird über den infolge eines Druckabfalls verringerten Außendurchmesser des Reifens (Abrollumfang) die hierdurch erhöhte Drehzahl im Verhältnis zu den anderen Reifen festgestellt. Dies signalisiert den Reifendruckabfall und der Fahrer wird über das Display gewarnt. Ein zweiter physikalischer Effekt (Frequenzeffekt) basiert auf der Schwingung zwischen Reifengürtel und Felge, welche vom Reifendruck beeinflusst wird. Eine Veränderung dieser Schwingung bedeutet einen Druckverlust und löst die Warnung an den Fahrer aus. Während die Messung des Abrollumfangs einen gleichzeitigen Druckabfall aller vier Reifen nicht erfasst, erkennt die radindividuelle Messung der Schwingung etwaige Druckverluste an allen Reifen. Indirekte Systeme nutzen die beiden dargestellten Effekte und erfüllen die gesetzlichen Anforderungen (ECE R64 und FMVSS 138).    

Ein direktes RDKS misst den Druckwert in Echtzeit

Direkte Systeme überwachen dagegen den Reifendruck über an jedem Reifen befindliche Sensoren. Diese messen den Luftdruck sowie die Lufttemperatur des Reifens. Die Daten werden in Intervallen über Funk an ein Steuergerät im Fahrzeug übertragen, dort verarbeitet und dem Fahrer wird der aktuelle Druckwert über das Display angezeigt. Da diese Systeme den Druck direkt überwachen, können sie auch im Stand sowohl schleichende als auch schnelle Druckverluste an allen Reifen, inklusive  Ersatzrad, erkennen. Die Datenerfassung ist sehr genau und berücksichtigt darüber hinaus auch eine Reifenpositionserkennung.

 

Die Reifen-Müller-Mitarbeiter sind für das Wechseln von Reifen mit RDKS speziell geschult und zertifiziert.