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Reifeneinlagerung

Beschriftung der Reifen

© Andreas Friese/MOTOR-TALK

Längere Lebensdauer durch richtige Reifeneinlagerung

Die richtige Lagerung von Reifen ist bedeutend für deren Lebensdauer. Andernfalls kann der Gummi durch die verschiedensten Einflüsse angegriffen werden, seine Haltbarkeit wird beeinträchtigt. Neben Licht und Wärme nehmen auch der Kontakt mit Öl, Benzin, Fett und Lösungsmitteln Einfluss auf den Reifen. Damit kommt es im Wesentlichen auf die richtige Platzierung und Lage innerhalb der Reifeneinlagerung an. Hierbei ist zwischen der Lagerung von Kompletträdern (Reifen auf Felgen) und Reifen ohne Felgen zu unterscheiden. Da im Laufe der Zeit immer etwas Luft entweicht und sich dadurch der Luftdruck reduziert, empfiehlt es sich, Kompletträder immer mit etwa 0,5 bar höherem Luftdruck zu lagern. Im Gegensatz zu Reifen ohne Felgen sollten Kompletträder liegend übereinander gelagert werden. Auch die Nutzung von sogenannten „Felgenbäumen“ oder speziellen Wandhalterungen bietet sich an.

Demgegenüber müssen Reifen ohne Felgen bei der Lagerung senkrecht stehen. Generell ist immer darauf zu achten, dass eine trockene Lagerung auf einem nicht mit Öl o. ä. verunreinigten Boden gewährleistet ist. Stehende Reifen sollten regelmäßig, d.h. mehrmals im Jahr, etwas gedreht werden. So können durch das Eigengewicht entstehende Verformungen verhindert bzw. wieder ausgeglichen werden. Vor der Demontage der einzulagernden Reifen erleichtert eine Kennzeichnung des Reifens die erneute Montage beim nächsten Reifenwechsel. Mit Wachskreide wird dafür auf der Lauffläche die letzte Position des Reifens gekennzeichnet, z. B. „VR“ für „vorn rechts“ oder „HL“ für „hinten links“. Mit dieser Information kann ein gezielter Reifentausch von vorne nach hinten und umgekehrt vorgenommen und so eine gleichmäßigere Abnutzung der Gummierung erreicht werden.

Überprüfung des Reifenzustands vor der Einlagerung

Mit einer Überprüfung auf Beschädigungen und einer Kontrolle der Profiltiefe nach der Demontage lässt sich feststellen, ob sich eine Einlagerung zur späteren Wiederverwendung überhaupt lohnt. Nach etwa sechs, spätestens aber nach acht Jahren ab Herstellungsdatum empfiehlt der ADAC die Aussonderung von Reifen, auch wenn deren Profiltiefe noch deutlich über der gesetzlich vorgeschriebenen oder empfohlenen Mindestprofiltiefe liegt. Die vierstellige Zahl hinter der DOT Markierung (Department of Transport) an der Flanke eines jeden Reifens weist das Herstellungsdatum des Reifens aus. Die ersten beiden Ziffern kennzeichnen die Kalenderwoche der Produktion und die beiden letzten Ziffern das Produktionsjahr. Die Ziffernfolge 1207 zeigt demnach an, dass der Reifen in der 12. Kalenderwoche des Jahres 2007 produziert worden ist.

Professionelle Reifeneinlagerung beim Reifenfachhändler

Oft steht der zur Reifeneinlagerung erforderliche Platz privaten Autohaltern nicht zur Verfügung. Deshalb bieten Reifenfachhändler und Autohäuser die professionelle Einlagerung von Autoreifen beim saisonbedingten Reifenwechsel an. Ein Einlagerungsprotokoll stellt dabei sicher, dass es bei der erneuten Montage nicht zu Verwechslungen kommt. So werden darin z. B. der Hersteller und die Modellbezeichnung sowie die Größe beschrieben. Aber auch Informationen über den Zustand der Reifen mit der aktuellen Profiltiefe geben bei der Wiedermontage Aufschluss über die noch zu erwartende Laufdauer.